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2006-2014

NicoleSchuck_searchingforcontrastandsize_suoerbien


Sonntag, den 12.10.2014, 15 Uhr
im Rahmen der Ausstellung Searching for Contrast and Size
von Nicole Schuck


GEWÄCHSHAUSTALK #1
ÜBER STRATEGIEN DER ANEIGNUNG IN KUNST UND ZOOLOGIE
Kann eine Zeichnung Mimese betreiben?


Nicole Schuck__Künstlerin, Zeichnerin
Herbert Lohner__Referent für Naturschutz beim BUND für Umwelt und Naturschutz Berlin, Biologe
Anne Katrin Stork__Moderation__Kuratorin, Bildhauerin

Nicole Schuck gibt im Gespräch mit Anne Katrin Stork zunächst einen kurzen Einblick in ihre künstlerische Arbeit. Im Anschluss daran öffnet sich das Gespräch zu einer Diskussion über Kunst, Zoologie und Umwelt mit Herbert Lohner als Referent vom BUND Berlin zu dem auch das Publikum herzlich eingeladen ist. Eine besondere Rolle wird die Mimese spielen, die in Nicole Schucks aktueller Installation "Searching for Contrast and Size" und in der Zoologie ein wichtiger Aspekt ist.

Kann eine Zeichnung Mimese betreiben? Mit dieser Fragestellung geht Nicole Schuck im super bien! Gewächshaus einer dokumentarisch, fiktiven Ortsanalyse nach. Auf dem Boden liegen bezeichnete Bodenelemente, die detailliert Bereiche eines lokalen Wildtieres, eines Eichelhähers zeigen. Dreidimensionale Linien erweitern die Bodenzeichnungen zu einer räumlich installativen Umgebungszeichnung. Ähnlich einem Wildtier in der Stadt ist die dreidimensionale Zeichnung von Nicole Schuck daran interessiert, die Bedingungen des Glashauses und seiner Umgebung optimal zu nutzen und einzubeziehen.

Nicole Schuck lässt in ihren auf das Medium der Zeichnung und Erzähl-Performances fokussierten Arbeiten Kunst und Wissenschaft, Fiktion und Wirklichkeit, Dokumentation und Narration aufeinander treffen. Sie kartographiert Orte, Landschaften, Länder und bezieht die jeweils dort lebenden Wildtiere unmittelbar mit ein. Indem die Künstlerin zeichnet, Anwohner interviewt und mit Wissenschaftlern kooperiert, betreibt sie eine Feldforschung, die nicht dokumentiert oder illustriert, sondern erzählt. So verwebt sie Erdachtes mit Erlebtem oft installativ in Wand-, Boden- und Papierzeichnungen. (www.nicoleschuck.de)

Herbert Lohner, geb. 1955 in der Oberpfalz, studierte Forstwissenschaften, Biologie und Philosophie in München, Wien und Berlin. Nach Jahren in der Umweltforschung, seit etwa 15 Jahren beim BUND Berlin angestellt.

Zum Wirken des BUND in der Großstadt, hier Berlin, gehört es auch, die Belange von Naturschutz mit den vielen anderen Belangen in einer Großstadt zusammen zu bringen- nicht immer ohne Konflikte.

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Nicole Schuck | Searching for Contrast and Size
05.09. - 07.11.2014


Kann eine Zeichnung Mimese betreiben? Mit dieser Fragestellung geht Nicole Schuck im super bien! Gewächshaus einer dokumentarisch, fiktiven Ortsanalyse nach. Auf dem Boden liegen bezeichnete Bodenelemente, die detailliert Bereiche eines lokalen Wildtieres zeigen. Dreidimensionale Linien erweitern die Bodenzeichnungen zu einer räumlich installativen Umgebungszeichnung. Ähnlich einem Wildtier in der Stadt ist die dreidimensionale Zeichnung von Nicole Schuck daran interessiert, die Bedingungen des Glashauses und seiner Umgebung optimal zu nutzen und einzubeziehen.

Nicole Schuck lässt in ihren auf das Medium der Zeichnung und Erzähl-Performances fokussierten Arbeiten Kunst und Wissenschaft, Fiktion und Wirklichkeit, Dokumentation und Narration aufeinander treffen. Sie kartographiert Orte, Landschaften, Länder und bezieht die jeweils dort wildlebenden Tiere unmittelbar mit ein. Indem die Künstlerin zeichnet, Anwohner interviewt und mit Wissenschaftlern kooperiert, betreibt sie eine Feldforschung, die nicht dokumentiert oder illustriert, sondern erzählt. So verwebt sie Erdachtes mit Erlebtem oft installativ in Wand-, Boden- und Papierzeichnungen. (www.nicoleschuck.de)

Nicole Schuck | Pressetext

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Preview:
WernerKernebeck_home_superbien


Werner Kernebeck
| HOME
14.11.2014. - 08.03.2015

Eröffnung, Freitag, den 14.11.2014, 19 Uhr

Performance
/ David Braithwaite

Wie Bodennebel schwebt Werner Kernebecks Installation HOME in Mitten des Ausstellungsraumes, einem handelsüblichen Gewächshaus. Doch nicht Kleingärtner, sondern Landschaftsarchitekt ist der Künstler diesmal. Werner Kernebeck, bekannt für seine vielschichtigen Zeichnungen und Drucke, deren Strukturen oft an Stadtpläne oder überlagerte Ornamente erinnern, erobert die 3. Dimension und entwirft uns eine Modelllandschaft.

Abgehoben und doch erdverbunden schwebt ein Himmelszelt aus semi-transparenter Folie über einem rechteckigen klar begrenzten Feld. Ja eigentlich eine Art Spielfeld, bildet es doch ein Raster, in das sich natürliche wie architektonische Elemente einfügen. Das Innenleben bzw. das Skelett einer Federkern-Matratze entpuppt sich als Gerüst für eine Modellwelt aus Scherenschnitten, die in mehreren Ebenden in und aus diesem Beet wuchern wie an einem Spalier. Die in die Tiefe führenden trichterförmigen Spiralen der Federkern-Matratze wirken wie Krater oder Geysire, Kernebeck füllt sie mit durchsichtigen Plastikbechern, vermeintliche Wasseradern verbinden ein unterirdisches Netzwerk an Seen und gläserne Tautropfen nisten sich hier ein.

Auf der obersten Schicht dieser Landschaft steht einsam der Prototyp eines Hauses, ebenfalls aus Papier gefertigt, wirkt es wie eine Forschungsstation in einem Monopoly-Spiel fern ab der Schlossallee. Der Rückzugsort des Kartographen? Man fühlt sich fast an eine Romanfigur aus Michel Houellebecq "Karte und Gebiet" erinnert. Doch ist Kernebecks Installation nicht vornehmlich narrativ, viel mehr eröffnet sich dem Betrachter dieses Haus im Haus im Haus Environments ein visuelles Wechselspiel aus Licht und Schatten, Durchsicht und Spiegelbild. Der mit Spiegelfolie belegte Boden des Gewächshauses reflektiert mittels einer einzigen Glühbirne ein abstraktes Lichtspiel auf sein Umfeld.

Die ganze Landschaft eine Fata Morgana am und ums Basislager, das zieht so manchen ungewöhnlichen Besucher an…
(Text: Frederik Foert)

Werner Kerneck
| Pressetext


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20.03. - 01.05.2015
Hanna Lippmann

 


aktuell vom 25.10.2014 | copyright by super bien! and the artists