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2006-2016

JennisLiChengTien_Obposession_superbien

Jennis Li Cheng Tien | obposession
18.03. - 03.05.2016

Eröffnung am Freitag, den 18.03.2016, 19 Uhr

Im März 2016 zeigt Jennis Li Cheng Tien eine skulpturale Installation mit den Titel Obposession. Im Inneren des Gewächshauses super bien! stellt sie gesammelte und geliehene Objekte aus den Kellern der Anwohner der unmittelbaren Stadtumgebung aus. Diese werden in bestimmter Weise angeordnet und von Schrumpffolie ganz umschlossen. Auf diese Weise werden sie zu einem Ganzen, das mit seinen Konturen und seiner spezifischen Formgebung die Spitze eines Eisberg darstellt.

Die Spitze des Eisberges wird zur Metaphorik: Jennis Li Cheng Tien verleiht dem Nichtsichtbaren eine Räumlichkeit, sie macht das sichtbar, was sonst verschwunden in den Kellern lagert. Namenlose Gegenstände werden in Beziehung gestellt und lösen sich aus der Vereinzelung. Dinge mit verlorener Bedeutung werden lesbar in einer komplexen, abstrakten Ästhetik.

Jennis Li Cheng Tiens Arbeiten schwingen zwischen Installationen und vergänglichen, zeit- und ortsbezogenen Interventionen im öffentlichen Raum, deren visuell erfahrbare Abstraktion soziologischer und anthropologischer Zusammenhänge eines historischen oder urbanen Kulturraumes immer ein Standpunkt ihrer Werke ist. Eben diese Betrachtung der sozialen Strukturen und Räumlichkeiten führt zu ihrer sehr eigenen Herangehensweise, in der sie die Überkreuzung aus Ansätze der Disziplinen von Architektur, Plastik und Urbanistik in ein ihr eigenes methodisches Schaffen übersetzt.

Ihre Werke entstehen somit meist aus einer Synthese von systematischen Untersuchungen und ganz eigener Empfindung von Wirklichkeit eines Ortes. Die häufig metaphorischen Ebenen bilden dabei die Verbindung zu einem ihr sehr bedeutsam Anliegen, dem Werk eine sensorische ästhetische Erfahrung zu verleihen um der Innenwelt ein Zugang zu schaffen. (www.jennislichengtien.de)

Jennis Li Cheng Tien | Pressetext

JennisLiCHengTien_obposession_superbien!

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SybilleHotz_bodytalk_superbien!

Sybille Hotz | body talk
13.05. - 7.07.2016
eine textile Rauminstallation

Eröffnung am Freitag, den 13.05.2016, 19 Uhr

"Häufig benutze ich für Arbeitstitel Zitate aus Liedtexten, die mich musikalisch in meiner Jugend geprägt haben, sie stehen für ein Gefühl, das assoziativ mit der künstlerischen Arbeit verbunden ist." Sybille Hotz

Im Mai 2016 entwickelt Sybille Hotz für das Gewächshaus die textile, installative Arbeit body talk, welche dem Konzept der suitcase sculptures entspringt. Bei den suitcase sculptures dienen farbige, nicht weiter verarbeitete Stoffbahnen, als Material für eine minimale Raumskulptur. Die Stoffe sind leicht und faltbar - in einem Koffer zu verstauen.

10 Stoffbahnen werden rhythmisch den Innenraum beschreiben. Im Mittelfeld des Raumes überschneiden sich 2 farbige Körper, die installativ eine Beziehung zueinander eingehen und mit ihren unterschiedlichen Farben und Formen kommunizieren – body talk. Die leichten, geschwungenen Farbflächen lassen Musik und Bewegung räumlich und damit greifbar werden. Sie beschreiben dabei eine emotionale und poetische Notation, - anknüpfend an Hotzs Installation "the lime tree" von 2012 bei super bien!

Stellvertretend für die Thematik im künstlerischen Schaffen von Sybille Hotz scheint der Titel der Arbeit "my body is my sculpture is my memory is my home" von 2015 zu stehen. Er verweist auf den Zusammenhang von Psyche und Körper, und die mögliche Einschreibung von Erinnerung in den Körper. Sybille Hotz schafft emotionale Räume indem sie textile Zeichnungen, Skulpturen und Installationen physisch erfahrbar macht und Erinnerungen triggert. (www.shotzs.de).

Sybille Hotz | Pressetext

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Beat Brogle | 10.09. - 04.11.2016
eine zeichnerische Rauminstallation

Eröffnung am Samstag, den 10.09.2016, 18 Uhr

"Das Wandern des Blickes durch die Notationen der einzelnen Schichten gleicht dem Prozess filmischer Wahrnehmung." Beat Brogle

Im September zeigt der Schweizer Künstler Beat Brogle eine vielschichtige, zeichnerische Rauminstallation im Gewächshaus super bien!. Im Innenraum des Glashauses stehen verschieden große bezeichnete Glasplatten raumfüllend in verschiedenen Winkeln zueinander. Die Glasflächen sind mit Motiven feiner linearen Zeichnungen bezeichnet. Je nach Dichte der Zeichnung und der Überlagerung der verschiedenen Gläser ist der Umraum hinter dem Glas mehr oder weniger einsehbar oder verbindet sich mit der Zeichnung. Je nach Standpunkt entsteht im Blick durch die unterschiedlichen Schichten eine neue Zeichnung.

Die Installation präsentiert sich als verwirrendes Zusammenspiel aus Linie, Fläche und Raum. Verändert sich die Perspektive des Betrachters, setzen sich die vielfach reflektierten, zeichnerischen Fragmente zu immer wieder neuen filmischen Sequenzen zusammen. Der Raum dazwischen wird bedeutsam und verliert sich sogleich wieder.

Die Zeichnungen sind abstrakt, doch sie erzeugen beim Betrachter einen konstanten Trompe-l'oeil Effekt des Etwas-Erkennens. Assoziationen, zu Körper, Organismen, Nervensystemen oder Blutgefässen sind naheliegend, es können aber auch andere Sichtweisen entstehen, wie zum Beispiel ein Kartografisches Netz, die Sicht aus der Vogelperspektive oder ein großer unendlicher Raum.

Der Schweizer Künstler Beat Brogle lebt und arbeitet in Berlin und Basel. In seiner Arbeit beschäftigt er sich mit morphologischen Prozessen und Assoziationen am Rande der Wahrnehmung. Die Arbeit formuliert sich durch unterschiedliche Medien, wie Zeichnungen, Rauminstallation, Film/Video, interaktive Installationen und Webprojekte. Mit seinen Arbeiten ist er auf zahlreichen internationalen Festivals und Ausstellungen präsent. Er doziert an verschiedenen Kunsthochschulen im Bereich der Neue Medien, unter anderem an der KH-Weissensee Berlin und seit 2015 an Hfk-Bremen als Professor für Bewegtes Bild. (http://www.onewordmovie.ch/brogle/)

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Kathrin Rabenort | 18.11.2016 - 06.03.2017
eine textile Rauminstallation

Eröffnung am Freitag, den 18.11.2016, 19 Uhr

Im November 2016 wird die Kölner Bildhauerin Kathrin Rabenort eine textile skulpturale Installation für das Gewächshaus entwickeln. Sie arbeitet oft mit neuen oder gebrauchten Kleidungsstücken, Anzügen, Uniformen, die sie als Rohmaterial ihre Werke nutzt. Ihre Arbeiten greifen stets pointiert soziale Beziehungen und traditionelle hierarchische Ordnungen auf. So beschäftigt sich Kathrin Rabenort mit dem Dualismus der Geschlechter, sie untersucht Organisationsstrukturen und Identitäten und seziert diese Themen in distanziert konzeptioneller und oftmals parodistischer Weise.

In ihren plastischen Installationen bewegt sich Rabenorts sehr zeitgenössische, surreal anmutende Formensprache zwischen Figuration und Abstraktion. Ihre Arbeiten sind angesiedelt in einer Zwischenwelt zwischen Kunst, Design und Alltagskultur. Sie referiert über Körperlichkeit im Spannungsfeld zwischen persönlicher Erfahrung und gesellschaftlicher Erwartung. Eine Körperlichkeit, die sie in ihrer Abwesenheit und Leere in den Fokus stellt. Stattdessen präsentiert sie die Hülle als eine umgebende und schützende, stoffliche Haut, das den Betrachter konfrontiert mit seinen gelernten Schablonen der gesellschaftlichen Zuordnung bis hin zur Stigmatisierung.

Kathrin Rabenort hat an der Kunsthochschule Kassel und am Goldsmith College, London freie Kunst studiert, nach Auslandsaufenthalten in Amsterdam und London, arbeitet sie in Köln als Künstlerin und stellt überregional aus.

 

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aktuell vom 05.04.2016 | 2016 copyright by super bien! and the artists