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2006-2016

SybilleHotz_bodytalk_superbien!

Sybille Hotz | body talk
13.05. - 7.07.2016
eine textile Rauminstallation

"Häufig benutze ich für Arbeitstitel Zitate aus Liedtexten, die mich musikalisch in meiner Jugend geprägt haben, sie stehen für ein Gefühl, das assoziativ mit der künstlerischen Arbeit verbunden ist." Sybille Hotz

Im Mai 2016 entwickelt Sybille Hotz für das Gewächshaus die textile, installative Arbeit body talk, welche dem Konzept der suitcase sculptures entspringt. Bei den suitcase sculptures dienen farbige, nicht weiter verarbeitete Stoffbahnen, als Material für eine minimale Raumskulptur. Die Stoffe sind leicht und faltbar - in einem Koffer zu verstauen.

10 Stoffbahnen werden rhythmisch den Innenraum beschreiben. Im Mittelfeld des Raumes überschneiden sich 2 farbige Körper, die installativ eine Beziehung zueinander eingehen und mit ihren unterschiedlichen Farben und Formen kommunizieren – body talk. Die leichten, geschwungenen Farbflächen lassen Musik und Bewegung räumlich und damit greifbar werden. Sie beschreiben dabei eine emotionale und poetische Notation, - anknüpfend an Hotzs Installation "the lime tree" von 2012 bei super bien!

Stellvertretend für die Thematik im künstlerischen Schaffen von Sybille Hotz scheint der Titel der Arbeit "my body is my sculpture is my memory is my home" von 2015 zu stehen. Er verweist auf den Zusammenhang von Psyche und Körper, und die mögliche Einschreibung von Erinnerung in den Körper. Sybille Hotz schafft emotionale Räume indem sie textile Zeichnungen, Skulpturen und Installationen physisch erfahrbar macht und Erinnerungen triggert. (www.shotzs.de).

Sybille Hotz | Pressetext

SybilleHotz_bodytalk_superbien

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Anne Katrin Stork_among heads_super bien!

Anne Katrin Stork | among heads
16.07. - 2.09.2016

Eröffnung am Samstag, den 16.07.2016, 19 Uhr

Anne Katrin Stork zeigt im Gewächshaus super bien! eine skulpturale Installation mit den Titel among heads. Es sind Köpfe zu sehen, farbig glasierte Keramiken, die auf einfach konstruierten Holzgestellen stehen. Die Köpfe sind in verschiedenen Höhen positioniert, zwischen ihnen finden sich Pflanzen und weitere, unbesetzte Sockel. Es ist ein Spiel mit Präsenz und Abwesenheit. In irritierender Weise zeichnet Anne Katrin Stork ein Beziehungsgeflecht, in der ein Wechsel der Perspektiven nicht nur erlaubt, sondern erwünscht ist. Sie fordert den Betrachter heraus, seine gewohnten, festen Standpunkt zu verlassen und sich hineinzubegeben, in diese scheinbar zufällige Anordnung von Pflanzen, Köpfen und Sockeln.

Die ausnahmslos weiblichen Köpfe werden in scheinbar traditioneller Denkmalskultur "auf den Sockel gehoben". Ihre unterschiedlichen Höhen suggerieren eine Rangfolgensystem, gleichzeitig schein alles in Unordnung, die freien Plätze deuten auf fehlende Personen hin. Die teils ausmodellierten Köpfe sind eingerahmt in einen ausufernden plastischen Kragen, in den sie mitunter einzusinken scheinen. Sich auflösende Strukturen finden sich neben wiedererkennbaren, klassischen plastischen Mustern. Farbe konkurriert mit Form und arbeitet mitunter gegen sie.

Anne Katrin Stork erforscht in oftmals seriellen Arbeiten die Identität von Dingen und Wesen, ihre Verortung in der Welt und deren innere und äußere Organisation. Dabei beschreibt sie subtil Daseinsmomente zwischen Geschlossenheit und Auflösung, zwischen Veränderung und Beharrlichkeit. Zunehmend spielt die Landschaft in ihrer künstlerischen Arbeit eine Rolle und der Mensch wird nunmehr präsent als stiller Betrachter und Gegenüber der plastischen Arbeiten.

Anne Katrin Stork | among heads | Pressetext

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BeatBrogle_superbien

Beat Brogle | Berlin 10092016
10.09. - 04.11.2016
zeichnerische Rauminstallation

Eröffnung am Samstag, den 10.09.2016, 18 Uhr &
10 Jahre super bien! gewächshaus für zeitgenössische kunst

Der Schweizer Künstler Beat Brogle zeigt eine vielschichtige, zeichnerische
Rauminstallation im Gewächshaus super bien!. Im Innenraum des Glashauses
stehen verschieden große bezeichnete Glasplatten raumfüllend in verschiedenen
Winkeln zueinander. Die Glasflächen sind mit Motiven feiner linearen Zeichnungen
bezeichnet. Je nach Dichte der Zeichnung und der Überlagerung der verschiedenen Gläser ist der Umraum hinter dem Glas mehr oder weniger einsehbar oder verbindet sich mit der Zeichnung. Je nach Standpunkt entsteht im Blick durch die unterschiedlichen Schichten eine neue Zeichnung.

"Der Strich soll mich verführen, ihm zu folgen. Ich lasse ihn in meiner Vorstellung
weiterlaufen und setze zeichnerisch Referenzmarken. Es entstehen Schichten.
Ich befinde mich in einem stetigen Wechselspiel, zwischen dem was auf der
Zeichnung zu sehen ist und den bei mir geweckten Assoziationen. Je nach dem
wie sich sie sich mit den Strichen verknüpfen einstehen andere Bilder. Die Zeichnungen sind abstrakt, sie lösen einen konstanten inneren Trompe-l'oeil Effekt des etwas Erkennens aus. Bei jedem Durchgang verlagere ich den Blick: Ich erkenne einen Raum, suche einen Fluchtpunkt, wechsle in die Vogelperspektive, sehe ein kartografisches Netz, einen Makrokosmos, das Universum, Figuren, Körper oder rein Abstraktes. Ich füge ständig hinzu. Grössere Blätter entstehen über Wochen bis Monate, die ganz Grossen dauern bis zu einem Jahr. Jeder Arbeitstag hinterlässt eine Spur und hat seine eigene Tagesform. An einem bestimmten Grad der Verdichtung entwickelt sich eine Vision, ich erkenne Inhalte und Themen, Neues und Rätsel. Der Prozess des Sehens durch die Notationen einzelner Schichten lässt sich mit filmischer Wahrnehmung vergleichen. Die Zeichnung oszilliert zwischen dem Erkennen von figurativen, narrativen Ansätzen und dem Zerfall des eben Erkannten, in sich verästelnde Abstraktion." (
Beat Brogle)

Der Schweizer Künstler Beat Brogle lebt und arbeitet in Berlin und Basel. In seiner
Arbeit beschäftigt er sich mit morphologischen Prozessen und Assoziationen
am Rande der Wahrnehmung. Die Arbeit formuliert sich durch unterschiedliche
Medien, wie Zeichnungen, Rauminstallation, Film/Video, interaktive Installationen
und Webprojekte. Mit seinen Arbeiten ist er auf zahlreichen internationalen Festivals und Ausstellungen präsent. Er doziert an verschiedenen Kunsthochschulen im Bereich der Neue Medien, unter anderem an der KH-Weissensee Berlin und seit 2015 an Hfk-Bremen als Professor für Bewegtes Bild. (http://www.onewordmovie.ch/brogle/)

Beat Brogle | Pressetext

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Sonderveranstaltung zur Berlin Art Week
Samstag, den 17.09.2016, 19 Uhr

Beat Brogle | Audiovisuelles Knistern ums Gewächshaus
mit Suppe und Getränk

Beat Brogle bespielt im Rahmen seiner Ausstellung "Berlin 10092016" die Umgebung des Gewächshauses mit Videobildern und Klängen. Eine experimentelle kontemplative Veranstaltung zur Blauen Stunde in die Dunkelheit. Mit Suppe und Getränk.

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Kathrin Rabenort | 18.11.2016 - 06.03.2017
eine textile Rauminstallation

Eröffnung am Freitag, den 18.11.2016, 19 Uhr

Im November 2016 wird die Kölner Bildhauerin Kathrin Rabenort eine textile skulpturale Installation für das Gewächshaus entwickeln. Sie arbeitet oft mit neuen oder gebrauchten Kleidungsstücken, Anzügen, Uniformen, die sie als Rohmaterial ihre Werke nutzt. Ihre Arbeiten greifen stets pointiert soziale Beziehungen und traditionelle hierarchische Ordnungen auf. So beschäftigt sich Kathrin Rabenort mit dem Dualismus der Geschlechter, sie untersucht Organisationsstrukturen und Identitäten und seziert diese Themen in distanziert konzeptioneller und oftmals parodistischer Weise.

In ihren plastischen Installationen bewegt sich Rabenorts sehr zeitgenössische, surreal anmutende Formensprache zwischen Figuration und Abstraktion. Ihre Arbeiten sind angesiedelt in einer Zwischenwelt zwischen Kunst, Design und Alltagskultur. Sie referiert über Körperlichkeit im Spannungsfeld zwischen persönlicher Erfahrung und gesellschaftlicher Erwartung. Eine Körperlichkeit, die sie in ihrer Abwesenheit und Leere in den Fokus stellt. Stattdessen präsentiert sie die Hülle als eine umgebende und schützende, stoffliche Haut, das den Betrachter konfrontiert mit seinen gelernten Schablonen der gesellschaftlichen Zuordnung bis hin zur Stigmatisierung.

Kathrin Rabenort hat an der Kunsthochschule Kassel und am Goldsmith College, London freie Kunst studiert, nach Auslandsaufenthalten in Amsterdam und London, arbeitet sie in Köln als Künstlerin und stellt überregional aus.

 

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aktuell vom 08.07.2016 | 2016 copyright by super bien! and the artists