super bien! logo

 

greenhouse for
contemporary art

super bien!

concept

current

past

location

contact

catalogue
super bien!
2006-2016


 

Beat Brogle Berlin 10092016

10. SEP – 4. NOV 2016

Swiss artist Beat Brogle presents a multilayered, drawn spatial installation in the greenhouse super bien! Inside a greenhouse, inscribed glass plates stand at various angles to one another, filling the space. The glass surfaces are marked with motifs of fine linear drawings. “The drawings are abstract, they trigger a constant inner trompe l’oeil effect of recognition. With each walk through the exhibition, I shift my gaze, recognize a space, look for a disappearing point, change to the bird’s eye perspective, see a cartographical network, a macrocosm, the universe, figures, bodies, or something purely abstract.” The drawing oscillates between the recognition of figurative, narrative approaches and the decay of what was just recognized in abstraction.

The installation will be visible for 24 hours each day.

Performance
Beat Brogle Audiovisual crackling around the greenhouse
17. SEP 2016 7 pm
As part of his exhibition  "Berlin 10092016" Beat Brogle plays the surroundings of the greenhouse with videos and sounds. An experimental contemplative event from the “blue hour” into darkness. With soup and a drink.

 

BeatBrogle_10092016_superbien

 

Der Schweizer Künstler Beat Brogle zeigt eine vielschichtige, zeichnerische
Rauminstallation im Gewächshaus super bien!. Im Innenraum des Glashauses
stehen verschieden große bezeichnete Glasplatten raumfüllend in verschiedenen
Winkeln zueinander. Die Glasflächen sind mit Motiven feiner linearen Zeichnungen
bezeichnet. Je nach Dichte der Zeichnung und der Überlagerung der verschiedenen Gläser ist der Umraum hinter dem Glas mehr oder weniger einsehbar oder verbindet sich mit der Zeichnung. Je nach Standpunkt entsteht im Blick durch die unterschiedlichen Schichten eine neue Zeichnung.

"Der Strich soll mich verführen, ihm zu folgen. Ich lasse ihn in meiner Vorstellung
weiterlaufen und setze zeichnerisch Referenzmarken. Es entstehen Schichten.
Ich befinde mich in einem stetigen Wechselspiel, zwischen dem was auf der
Zeichnung zu sehen ist und den bei mir geweckten Assoziationen. Je nach dem
wie sich sie sich mit den Strichen verknüpfen einstehen andere Bilder. Die Zeichnungen sind abstrakt, sie lösen einen konstanten inneren Trompe-l'oeil Effekt des etwas Erkennens aus. Bei jedem Durchgang verlagere ich den Blick: Ich erkenne einen Raum, suche einen Fluchtpunkt, wechsle in die Vogelperspektive, sehe ein kartografisches Netz, einen Makrokosmos, das Universum, Figuren, Körper oder rein Abstraktes. Ich füge ständig hinzu. Grössere Blätter entstehen über Wochen bis Monate, die ganz Grossen dauern bis zu einem Jahr. Jeder Arbeitstag hinterlässt eine Spur und hat seine eigene Tagesform. An einem bestimmten Grad der Verdichtung entwickelt sich eine Vision, ich erkenne Inhalte und Themen, Neues und Rätsel. Der Prozess des Sehens durch die Notationen einzelner Schichten lässt sich mit filmischer Wahrnehmung vergleichen. Die Zeichnung oszilliert zwischen dem Erkennen von figurativen, narrativen Ansätzen und dem Zerfall des eben Erkannten, in sich verästelnde Abstraktion." (
Beat Brogle)

Der Schweizer Künstler Beat Brogle lebt und arbeitet in Berlin und Basel. In seiner
Arbeit beschäftigt er sich mit morphologischen Prozessen und Assoziationen
am Rande der Wahrnehmung. Die Arbeit formuliert sich durch unterschiedliche
Medien, wie Zeichnungen, Rauminstallation, Film/Video, interaktive Installationen
und Webprojekte. Mit seinen Arbeiten ist er auf zahlreichen internationalen Festivals und Ausstellungen präsent. Er doziert an verschiedenen Kunsthochschulen im Bereich der Neue Medien, unter anderem an der KH-Weissensee Berlin und seit 2015 an Hfk-Bremen als Professor für Bewegtes Bild. (http://www.onewordmovie.ch/brogle/)

Beat Brogle | Pressetext

***************************

BAW_11.-18.09.2016

Sonderveranstaltung zur Berlin Art Week
Samstag, den 17.09.2016, 19 Uhr

Beat Brogle | Audiovisuelles Knistern ums Gewächshaus
mit Suppe und Getränk

Beat Brogle bespielt im Rahmen seiner Ausstellung "Berlin 10092016" die Umgebung des Gewächshauses mit Videobildern und Klängen. Eine experimentelle kontemplative Veranstaltung zur Blauen Stunde in die Dunkelheit. Mit Suppe und Getränk.

 

BeatBrogle_audiovisuelles Knistern_superbien

 

*****************************************************************************************

Preview:

Ariel Gout | 18.11.2016 - 05.01.2017

Kathrin Rabenort | 13.01.2017 - 06.03.2017
eine textile Rauminstallation

Eröffnung am Freitag, den 13.01.2017, 19 Uhr

Im Januar 2017 wird die Kölner Bildhauerin Kathrin Rabenort eine textile skulpturale Installation für das Gewächshaus entwickeln. Sie arbeitet oft mit neuen oder gebrauchten Kleidungsstücken, Anzügen, Uniformen, die sie als Rohmaterial ihre Werke nutzt. Ihre Arbeiten greifen stets pointiert soziale Beziehungen und traditionelle hierarchische Ordnungen auf. So beschäftigt sich Kathrin Rabenort mit dem Dualismus der Geschlechter, sie untersucht Organisationsstrukturen und Identitäten und seziert diese Themen in distanziert konzeptioneller und oftmals parodistischer Weise.

In ihren plastischen Installationen bewegt sich Rabenorts sehr zeitgenössische, surreal anmutende Formensprache zwischen Figuration und Abstraktion. Ihre Arbeiten sind angesiedelt in einer Zwischenwelt zwischen Kunst, Design und Alltagskultur. Sie referiert über Körperlichkeit im Spannungsfeld zwischen persönlicher Erfahrung und gesellschaftlicher Erwartung. Eine Körperlichkeit, die sie in ihrer Abwesenheit und Leere in den Fokus stellt. Stattdessen präsentiert sie die Hülle als eine umgebende und schützende, stoffliche Haut, das den Betrachter konfrontiert mit seinen gelernten Schablonen der gesellschaftlichen Zuordnung bis hin zur Stigmatisierung.

Kathrin Rabenort hat an der Kunsthochschule Kassel und am Goldsmith College, London freie Kunst studiert, nach Auslandsaufenthalten in Amsterdam und London, arbeitet sie in Köln als Künstlerin und stellt überregional aus.

 

*****************************************************************************************

aktuell vom 27.09.2016 | 2016 copyright by super bien! and the artists